Alte Arndter

Freunde des Arndt-Gymnasiums e.V.
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Neue Termine 2011

16. März 2011
  Termin Ereignis
     
Freitag 18.03.11 Konzert Round Midlife 19 Uhr
Donnerstag 24.03.11 Concertino, 19 Uhr
Freitag 25.03.11 Concertino, 19 Uhr
Mittwoch 30.03.11 DS (Theater) 19 Uhr
Donnerstag 31.03.11 DS (Theater) 19 Uhr
Freitag 01.04.11 „Jazz aus Dresden“/ „METAFOUR, „Jazz aus Dresden“/ „METAFOUR-Berlin“ Konzert

ehemaliger AGD-Schüler

Mittwoch 06.04.11 DS (Theater) 19 Uhr
Donnerstag 07.04.11 DS
Freitag 08.04.11 DS
Mittwoch 24.05.11 Aufführung 9w
Donnerstag 25.05.11 Aufführung 9w
Dienstag 31.05.11 DS (Theater)
Mittwoch 07.06.11 Sommerkonzert, 19 Uhr
Donnerstag 08.06.11 Sommerkonzert, 19 Uhr
Freitag 09.06.11 Sommerkonzert, 19 Uhr
Freitag 17.06.11 Kunst am AGD mit Konzert
Freitag 24.06.11 Abifeier
Sa/So 25./26.06.11 Bigband-Meeting im Seebad Mahlow
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Aktuelle Termine

9. September 2010

Liebe Freunde des Arndt-Gymnasiums,

Bitte merken Sie sich folgende wichtige Termine  am Arndt-Gymnasium vor, kulturelle Veranstaltungen, an denen wir mit unserem Stand präsent sein werden:

Termin Ereignis
Mittwoch 22.09.10 Musikabend
Donnerstag 23.09.10 Musikabend
Freitag 24.09.10 Musikabend
Samstag 25.09.10 Dahlemer Tag
Donnerstag 18.11.10 Herbst-Concertino
Freitag 19.11.10 Herbst-Concertino
Freitag 26.11.10 19.00 Charity-Konzert
Donnerstag 09.12.10 Weihnachtskonzert
Freitag 10.12.10 Weihnachtskonzert
Mittwoch 15.12.10 Vorlesewettbewerb
Freitag 17.12.10 18.00 interne Weihnachtsfeier (bei der angekündigten Weihnachtsfeier handelt es sich nicht um eine öffentlche, sondern um eine interne  Veranstaltung des Arndt-Gymnasiums. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.)

Die genauen Veranstaltungshinweise (Ort/Zeit etc.) entnehmen Sie bitte der Webseite des Arndt-Gymnasium (www.arndt-gymnasium.de)



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Termine

Die neue Webseite der Alten Arndter

8. September 2010

Liebe Besucher! Willkommen auf der neuen Webseite der Alten Arndter. Die Webseite bietet eine Reihe neuer Funktionen, so kann man beispielsweise per RSS stets über Neuigkeiten und Änderungen informiert bleiben. Die Seite befindet sich noch im Aufbau. Es folgen die Inhalte der Dahlemer Blätter vergangener Jahre. Die nächsten anstehenden Termine und Neuigkeiten werden in Kürze hier veröffentlicht.

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Einladung zur Hauptversammlung

22. August 2010

des Vereins der Freunde des Arndtgymnasiums e.V. am Mittwoch, den 23. Februar 2011, um 18 Uhr im Arndt-Gymnasium Königin-Luise-Straße 80-84, in Berlin-Dahlem
Als Tagesordnung wird vorgeschlagen:

1. Begrüßung durch die Vorsitzende
2. Bericht der Schulleitung
3. Bericht des Vorstandes
4. Bericht des Schatzmeisters
5. Bericht der Kassenprüfer
6. Entlastung des Vorstands
7. Verschiedenes

Die Vorsitzende
Bettina Köpke

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Dahlemer Blätter 2010
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Termine, Vereinsarbeit

Im Jahr 2009 verstarben:

22. August 2010

Harald Bennecke, Abitur 1941
Manfred Domschat, Abitur 1947
Dr. Ralph Osenberg, Abitur 1968
Gerrit Pankow, Abitur 1947
Hans Ramming, Abitur 1940
Klaus Reuter, Abitur 1947
Ulrich Schaeffer, Abitur 1947
Peter Schneider, Abitur 1950
Dr. Eckart Schniewind, Abitur 1941
Rudolf Weidner, Abitur 1950
Heinz Weigel, Abitur 1947
Ottfried Wimmer, Abitur 1948

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Abiturjahrgang 1940, Abiturjahrgang 1941, Abiturjahrgang 1947, Abiturjahrgang 1948, Abiturjahrgang 1950, Abiturjahrgang 1968, Dahlemer Blätter 2010

Dahlemer Tag

22. August 2010

Alle Ehemaligen und Freunde des Arndtgymnasiums sind herzlich eingeladen zum Dahlemer Tag am Sonnabend, 25. September 2010 von 14 bis 18 Uhr im Arndt-Gymnasium Festzelt der Alten Arndter auf dem Schulhof

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Dahlemer Blätter 2010
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Dahlemer Tag, Termine

35 Jahre am AGD – ein Rückblick

22. August 2010

Wenn man praktisch sein gesamtes berufliches Leben an ein und derselben Schule verbracht hat und dies freiwillig und aus voller Überzeugung, dann muss es hierfür eine Menge guter Gründe geben! Beim Arndt-Gymnasium Dahlem liegen sie vor. Einige davon möchte ich erläutern.

Alles begann damit, dass ich mir diese Schule selbst ausgesucht habe, und das kam so: Anfang Oktober 1974 von Konstanz nach Berlin umgezogen, begann für mich Ende des Monats das Referendariat in den Fächern Geschichte und Französisch. Ich wohnte in Nikolassee, mein Allgemeines Seminar lag in Tiergarten, die Stammschule (Luise-Henriette-OG) in Tempelhof. Nachdem ich feststellen musste, dass dort auf absehbare Zeit mit selbständigem Unterricht nicht zu rechnen war, machte ich mich auf die Suche nach einem Ersatzort, wo ich meinen pädagogischen Impetus ungebremster entwickeln konnte und stieß so auf das AGD.

Entscheidend für meinen Wechsel an dieses Gymnasium war dabei die Begegnung mit dem damaligen Schulleiter Dr. Adalbert Schoele, die von Anfang an von Respekt und gegenseitiger Sympathie bestimmt war. Dazu ausersehen, „das männliche Element im Fachbereich Französisch zu stärken“ (Dr. Schoele), machte ich mich ans Werk und bekam alsbald einen Leistungskurs (mit zwölf Schülerinnen) in diesem Fach anvertraut, den ich bis ins Abitur führte und der mich als Prüfungsgruppe in meinem Zweiten Staatsexamen stark unterstützte. Dass ich dann vom Schuljahr 1976/77 an mit voller Stelle übernommen wurde, freute mich umso mehr, als ich in der Zwischenzeit einige der spezifischen Stärken dieser Schule kennen und schätzen gelernt hatte.

An erster Stelle nenne ich die Schüler des AGD. Sucht man dem immer wieder in Anspruch genommenen Elite-Anspruch der Schule auf die Spur zu kommen, dann wird man dort fündig! Über dreieinhalb Jahrzehnte hinweg war ich stets aufs Neue angetan von der Intelligenz, Aufgeschlossenheit und dem wachen Interesse der Arndt-Schüler für neue Stoffe, Probleme und Fragestellungen. Ich habe bei ihnen großes Engagement verspürt, Offenheit in der Meinungsäußerung und die Fähigkeit zu kritischer Reflexion konstatieren können. Ich habe neben der unvermeidlichen Rivalität zwischen einzelnen Schülern beziehungsweise Gruppen Empathie, Kooperation und Solidarität erlebt, mich auch bemüht, letztere zu verstärken, und ich habe dafür immer wieder Sympathie und Verständnis erfahren.

Seit Beginn meiner Tätigkeit am AGD habe ich außerschulische Gespräche angeboten. Meine Motivation entsprang dabei primär meinem Interesse, Schüler nicht nur fachvermittelt zu erleben. Aufgrund der stets großen Nachfrage habe ich es mir deshalb in den vergangenen 35 Jahren zur Gewohnheit gemacht, alle Teilnehmer meiner Kurse in kleineren Gruppen zu mir nach Hause einzuladen und gemeinsam anstehende Probleme schulischer oder privater Natur freimütig zu diskutieren. Die Gespräche, die ich dabei im Laufe der Jahre mit fast tausend Schülern geführt habe, waren in jeder Hinsicht lohnend, haben sie doch viel zu einem gegenseitigen Verständnis beigetragen, das nicht ohne positive Rückwirkungen auf den Unterrichtsablauf geblieben ist. Dass mir dies darüber hinaus die Gelegenheit bot, meine Gäste in einige Geheimnisse der französischen Aperitiv- respektive Weinkultur einzuführen, sei nur am Rande erwähnt!

In welch privilegiertem Umfeld man sich als Lehrer am AGD bewegt, wurde mir ab November 1978 zunehmend deutlich. Zwei Jahre nach meinem Zweiten Staatsexamen wurde ich nämlich Fachseminarleiter für Französisch im 1. SPS Tiergarten (S). Dies bedeutete, dass die Mehrzahl der von mir betreuten Referendare in Schulen in Kreuzberg, Neukölln, Tiergarten oder Wedding ausgebildet wurde, deren Unterrichtsverhältnisse sich von denen in Dahlem radikal unterschieden. In Bezug auf Französisch galt dies im Übrigen noch mehr als für andere Fächer. Nach “Besuchen in einer anderen Welt“ glich meine Rückkehr ans AGD häufig einem Einzug auf eine „Insel der Seligen“ – mein Respekt vor den Kollegen, die unter ungleich schwierigeren Bedingungen an anderer Stelle wertvolle Arbeit leisteten, ist dadurch nur größer geworden!

Die Funktion eines Ausbilders habe ich übrigens 31 Jahre lang, also bis an das Ende meiner Berufszeit, mit großer Freude ausgeübt, beinhaltete sie doch die Möglichkeit, sich selbst methodisch-didaktisch auf dem Laufenden zu halten, den eigenen Unterricht entsprechend attraktiv zu gestalten, jungen Lehrern etwas von dem erworbenen Knowhow zu vermitteln und ihnen so den Weg in diesen ebenso schönen wie anspruchsvollen Beruf zu ebnen. Alles zusammengenommen: ein großes Potential an Befriedigung! Kurz: Die Entscheidung, das Angebot Fachseminarleiter zu werden, anzunehmen, war im Rückblick eine meiner klügsten beruflichen Entscheidungen. Über 150 zukünftige Französisch-Lehrer haben davon – so hoffe ich – ebenso profitiert wie ich selbst!

Neben den Schülern verdient auch das Kollegium des AGD insgesamt Respekt und Anerkennung. Ich selbst habe schon während meines Referendariats von vielen klugen Rat-schlägen, wertvollen Tipps und vor allem dem Besuch qualifizierten Unterrichts profitiert, stellvertretend erinnere ich mich mit besonderem Dank an die Kollegen Gesine Monjé (Französisch), Claudia Both (Ibbeken) und Ulrich Rahn (Geschichte, Politische Weltkunde), die meine ersten Gehversuche kritisch-solidarisch begleiteten. Die vielen positiven Innovationen am AGD, die ich während meiner 35 Jahre erlebt und unterstützt habe, können hier naturgemäß nicht im Einzelnen gewürdigt werden, so sehr sie es auch verdient hätten. Exemplarisch genannt sei zumindest das neue musisch-ästhetische Profil als zeitgemäße Umsetzung der humanistischen Tradition dieser Schule.

Dass Französisch – während meines Studiums der Geschichte lediglich zweites Nebenfach nach der Politischen Wissenschaft – einmal in der schulischen Praxis eine Hauptrolle spielen würde, hätte ich mir ungeachtet meiner überzeugten Frankophilie nicht träumen lassen. Bereits angelegt in den umfangreichen und verantwortungsvollen Aufgaben eines Fachseminarleiters, wurde der Wechsel in der Bedeutung durch die Übernahme der Fachleiterstelle Französisch am AGD im Jahre 1981 gewissermaßen besiegelt. Fortan galt ich als der „verantwortliche Franzose“ am AGD, und ich kann mit großer Freude und Genugtuung bilanzieren, dass sich das Ergebnis der Arbeit des Fachbereichs bis zum heutigen Tag sehen lassen kann: Unter den Berliner Schulen, die Französisch ausschließlich als dritte Fremdsprache anbieten, stets in der Spitzengruppe, am AGD im langjährigen Abiturschnitt die fachliche Nr. Eins, seit 1974 ohne Unterbrechung Leistungskurse, die älteste, seit 1984 bestehende Partnerschaft mit einer ausländischen Schule und so weiter! Ich kann nur hoffen, dass sich diese Tradition fortsetzen lässt, ungeachtet der durch die unsinnige G 8–Regelung sowie der durch die seit fast zwei Jahren ungeklärte Nachfolge in der Fachleitungsfunktion geschaffenen Probleme!
Das Engagement für das Fach Französisch bedeutete für mich indes nie einen Verzicht auf das für meine beiden anderen Fächer. Rückblickend erwähnt sei – pars pro toto – meine Befriedigung darüber, dass es nach jahrelangen Kämpfen gelungen ist, das Fach PW (früher vernünftigerweise „Politische Weltkunde“, heute mit einer gewissen Hybris als „Politikwissenschaft“ bezeichnet) als Leistungskurs am AGD zu etablieren und damit einem langjährigen Schülerwunsch nachzukommen. Nebenbei bemerkt: Die Attraktivität des Fachs Geschichte hat darunter – entgegen anderslautender Befürchtungen – überhaupt nicht gelitten

Auch wenn dieser Rückblick selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben kann, wäre ein Verzicht auf die Erwähnung der positiven Rolle der Eltern sowie der Alten Arndter kaum zu rechtfertigen. Sowohl als Tutor als auch insbesondere als Klassenlehrer von 9. und 10. Klassen habe ich das große Engagement und die Kompetenz der Eltern der AGD-Schüler schätzen gelernt und bin ihren zahlreichen – mitunter auch kritischen – Anregungen gerne nachgegangen. Den Klagen einiger befreundeter Kollegen von Gesamtschulen und Gymnasien in anderen Bezirken, die von einer katastrophalen Absenz bei Elternabenden berichteten, konnte ich stets entgegenhalten, dass man am AGD bei solchen Anlässen gelegentlich Stühle aus anderen Klassenzimmern holen müsste, damit alle interessierten Erziehungsberechtigten Platz fänden!

Last but not least sei in meinem Rückblick den Alten Arndtern Dank gesagt. Ihre Verdienste hier ausführlich zu würdigen, hieße Eulen nach Athen zu tragen. Schließlich sind sie in jeden „Dahlemer Blättern“ im Detail nachzulesen, dennoch aber – so scheint mir – an der Schule nicht jedem hinreichend bewusst. So will ich denn auf diesem Weg einen Appell an die aktuelle Schülerschaft des AGD richten: Informiert Euch über die vielfältigen Aktivitäten der Alten Arndter, erkennt, wie sehr ihr selbst während Eurer Schulzeit davon profitiert habt und engagiert Euch dort massenhaft nach Eurer Reifeprüfung: Eure Kinder sowie künftige Generationen am AGD werden es Euch danken!

Meine beiden letzten Jahre am AGD waren besonders arbeitsintensiv. Zum einen durfte ich 2008 einen Leistungskurs Französisch mit 22 (!) Schülern zum Zentralabitur führen (auf das brillante Ergebnis: Durchschnitt: 2,0, achtmal die Note 1, davon dreimal 1+) bin ich heute noch stolz), zum anderen war das Schuljahr 2008/09 durch die Vorbereitungen auf die 100-Jahr-Feier der Schule geprägt. Ich habe dabei an der Festschrift federführend mitgewirkt – gewissermaßen mein Abschiedsgeschenk an das AGD! Meine Tätigkeit an dieser Schule endete – keineswegs zufällig, sondern von mir so gewollt – am 14. Juli 2009, also dem französischen Nationalfeiertag!

Ein weiterer Appell soll meinen Rückblick beschließen. Ich beziehe mich dabei auf einen Vorschlag, den ich in meiner Rede anlässlich der Abiturientenentlassungsfeier am 29.6.2009 in der Freien Universität gemacht habe und den ich hier aus gegebenem Anlass wiederholen möchte: „Mich hat am Arndt-Gymnasium immer befremdet, dass eine so traditionsreiche Schule keine adäquate Bibliothek besitzt. Ich bin deshalb der Meinung, dass es an der Zeit ist, diesen Zustand zu ändern, und der festen Überzeugung, dass ein zukunftsfähiges AGD unbedingt eine modern ausgestattete Bibliothek und Mediathek braucht. Die für die nächsten Jahre geplanten Erweiterungsbaumaßnahmen sollten daher unbedingt zu deren Einrichtung genutzt werden, und ich möchte als Zeichen meiner fortdauernden Verbundenheit mit unserer Schule hierzu dadurch beitragen, dass ich einen Teil meiner privaten Bestände an Büchern, Zeitschriften (darunter zum Beispiel die komplette Sammlung des SPIEGEL), Ton- und Videokassetten, DVDs und so weiter zur Verfügung stelle. Es geschieht dies in der Hoffnung, dass möglichst viele Schüler und auch Lehrkräfte davon Gebrauch machen werden.“

Werner Weilhard, OStR. i.R.

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Dahlemer Blätter 2010
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Schulchronik, Werner Weilhard

Als Austauschschülerin in Périgueux

22. August 2010

Zusammen mit vier weiteren Schülern habe ich von Mitte September bis Mitte Dezember 2009 am Schüleraustausch des Arndt-Gymnasiums mit unserer Partnerschule in Frankreich, dem Lycée Laure Gatet in Périgueux, teilgenommen. Diese Schule ist mit etwa 1.500 Schüler deutlich größer als unsere Schule. Es gibt sieben Klassen unserer Stufe (seconde), in die wir fünf Austauschschüler aufgeteilt wurden. Ein großer Vorteil war, dass wir alle in unterschiedlichen Klassen untergebracht waren, da wir somit nicht so oft die Möglichkeit hatten, Deutsch zu sprechen, und mehr Französisch gelernt haben.

Direkt neben der Schule befindet sich das Internat, welches von sehr vielen Schülern besucht wird. Der Schultag ist oft sehr lang, mehrmals sogar bis 18 Uhr und daher wird den Schülern die Möglichkeit geboten, in einer Kantine zu essen.

Die Lernmethoden dieser Schule sind ganz andere als bei uns. Die Schüler werden im Allgemeinen viel weniger in den Unterricht mit einbezogen und sind somit mehr auf sich selbst gestellt. Sie müssen die ganze Stunde mitschreiben und dem Lehrer gut zuhören, da es oft unangekündigte Kurzkontrollen gibt. Auch in den naturwissenschaftlichen Fächern wie Chemie und Physik wird weniger von den Schülern selbst experimentiert. Trotz des langen Schultages haben die Schüler einen Menge Hausaufgaben zu erledigen und daher bleibt ihnen kaum noch Freizeit. Das erstaunte uns alle, da die meisten Franzosen so gar keine Zeit mehr hatten, um Sport zu treiben oder Instrumente zu erlernen.

Ich hatte Glück, dass meine Gastfamilie direkt im Zentrum von Périgueux wohnte, während die anderen auf dem Land lebten. So konnte ich zu Fuß die Stadt erkunden und am Wochenende mit dem Gastvater auf den Markt gehen. Das war für mich als Berlinerin auch eine Erfahrung, das Leben einer Kleinstadt kennenzulernen.

Die Essgewohnheiten variieren sehr zu den unseren. Es wird generell nicht so viel zwischendurch, sondern viel seltener gegessen. Aber wenn gegessen wird, dann ist es immer reichlich. Eine Besonderheit war auch, dass kein Frühstück zusammen eingenommen wurde. Beim Abendessen hingegen nehmen sich alle sehr viel Zeit, teilweise sogar über drei Stunden, zum Beispiel bei Festen. Vor jeder warmen Mahlzeit am Abend trinkt die Familie einen Apéritif und nach der Hauptspeise gibt es viele verschiedene Sorten Käse, bevor der Nachtisch kommt.

An das Essen insgesamt musste ich mich erst gewöhnen, aber mit der Zeit habe ich sogar das blutige Fleisch schätzen gelernt. haben Wir haben alle mit Hilfe dieses Austausches eine neue Kultur kennengelernt und uns daran gewöhnt, in einer komplett fremden Umgebung zu leben. Deshalb fiel uns der Abschied auch nicht so leicht wie gedacht, zumal wir in den drei Monaten Frankreich-Aufenthalt viele neue Freunde gewonnen haben.

Isabelle Hundt, Klasse 10w

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Dahlemer Blätter 2010
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Fachbereich Französisch, Perigueux, Schüleraustausch

Liebenswerte Stunden im „Alten Krug“

22. August 2010

Nun war es wieder einmal so weit: Drei Jahre waren vergangen, seitdem wir uns am Kaiser-Wilhelm-Turm an der Havel getroffen hatten. Der Mai zeigte sich nicht von seiner sonnigen Seite, aber wir hatten den Treffpunkt am S-Bahnhof Schlachtensee schon vor längerer Zeit festgelegt, um einen Spaziergang zur „Alten Fischerhütte“ zu machen.

Schon in der Nacht zum 19. Mai hatte es unaufhörlich geregnet, Aber niemand rief mich an, um deswegen abzusagen. Stattdessen kamen alle und folgten dem Aufruf ihres alten Klassensprechers. Unter schützenden Regenschirmen gab es eine unterhaltsame Wanderung, und in der „Fischerhütte“ waren wir fast die einzigen Gäste. Als der Regen nachließ, trennten wir uns auf verschiedenen Wegen, um uns abends in unserem Stammlokal, dem „Alten Krug“ in Dahlem wieder einzufinden.

Ich konnte die alten Freunde und ihre Ehefrauen begrüßen. Mit einer Minute des Schweigens gedachten wir der Kameraden, die in letzter Zeit verstorben waren: Klaus-Peter Stiewe, Heinz Dieter Haardt und Claus Mehner. Große Aufmerksamkeit erregte ein Foto, das einer von uns mitbrachte. Es zeigte einige von uns in der neunten Klasse, ein wahres Zeitdokument. Leider ist die Qualität für einen Abdruck in den „Blättern“ ungeeignet.

Im Saal des „Alten Krugs“ hatten wir Einzeltische, so konnte man die Plätze wechseln und ständig neue Gespräche führen. Es gab viel Gesprächsstoff: Erinnerungen an die alte Schule und ihre Lehrer, an die ersten Besuche im „Alten Krug“. Es waren liebenswerte Stunden: Es ist schon eine Gnade, Freunde aus der Jugendzeit zu haben, mit denen man sich gemeinsam erinnern kann.

Am nächsten Tag trafen wir uns noch einmal im Reichstag, doch die in Aussicht genommene Besichtigung ließ sich nicht verwirklichen. Das Restaurant unter der Kuppel, in dem wir einen Tisch reserviert hatten, erwies sich als Schwitzkasten, obwohl die Sonne nur blinzelte. Wir ertrugen aber die Hitze und ließen uns die Torte schmecken. Es gab ja immer noch so viel zu erzählen! Danach besichtigten einige noch die Kuppel und genossen die Aussicht auf Berlin. Alle waren begeistert, glücklich und zufrieden.

Das waren die Teilnehmer an unserem Treffen: Karlheinz Andée, Klaus Borner und Frau, Kai Graszynski und Frau, Lutz Hürter und Frau, Horst Haupt, Wolfram Haupt und Frau, Jürgen Kliesch und Frau, Wolfgang Michaelis und Frau, Wolfgang Marsch und Frau, Reinhard Paetzel und Frau, Ralf Redlin und Frau, Hans-Georg Sala und Frau, Michael Schmidt-Sandler und Frau, Tilo von Thadden und Frau, Werner Thümen und Frau, Wolfgang Tietze und Frau sowie meine Frau mit Ehemann

Helmut Wilhelm, Abitur 1955

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Abiturjahrgang 1955, Dahlemer Blätter 2010
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Klassentreffen

Abitur-Jahrgang 1944 traf sich – Mit Bus und Schiff durch Ost-Berlin

22. August 2010

Unser diesjähriges Treffen vom 6. bis 9. Juni führte – wenn auch nur mit 13 Teilnehmern – nun zum dritten Mal in die alte Heimat Berlin. Das Programm hatte zwei Schwerpunkte: eine Busfahrt und eine Schiffstour durch den Osten der Stadt, weil die vorwiegend aus dem Westen Deutschlands anreisenden Mitschüler so gut wie keine Einblicke in diese Region Berlins gehabt hatten.

Wir trafen uns am Abend des Anreisetages in der „Alten Fischerhütte“ am Schlachtensee. Die mehrstündige Busfahrt am 7. Juni begleitete ein Reiseführer mit sehr detaillierter Sachkenntnis. Das waren unsere Stationen: Gendarmenmarkt mit Rundgang, Oberbaumbrücke, Frankfurter Allee, Treptower Park mit russischem Ehrenmal, die „Topographie des Terrors“, die Bernauer Straße mit den noch vorhandenen Grenzanlagen und Teilen der Mauer.

Am zweiten Tag trafen wir uns an der Anlegestelle „Treptower Park“, von der aus uns ein Schiff der Kreis- und Sternfahrt-Reederei bis an die Stadtgrenze im Südosten führte. Die Tour ging am Hafen am Treptower Park vorbei, dann entlang der Altstadt von Köpenick über die Müggelspree mit „Neu-Venedig“ und über den Gosener Kanal zum Müggelsee. Nach dessen Überquerung gelangten wir über den Dämeritzsee und den Gosener Kanal zum Seddinsee, der südlichsten Stelle unser Schifffahrt. Die Rückfahrt führte uns über den Langen See, vorbei an der Grünauer Rennstrecke, über die Dahme, wieder vorbei an der Altstadt von Köpenick zum Ausgangspunkt.

Diese Aufzählung deutet die Vielzahl unserer Eindrücke an: Fluss- und Ufervarianten, Häuser aller Arten und Größe, modernisierte Industriebauten, , aber auch trostlose Reste aus den Zeiten vor der Wende. Überrascht waren wir von der Nutzung der Wasserlandschaft durch die Gärten direkt am Ufer sowie von den zahlreichen Booten unterschiedlicher Größe und Bauart.

Der Tag bei strahlender Sonne wird uns in unvergesslicher Erinnerung bleiben. Berlin zeigte sich von seiner besten Seite als Magnet für Touristen aus nah und fern. Am Abend kamen wir im „Alten Krug“ in Dahlem zusammen und tauschten in dessen Garten unsere Erlebnisse aus. Wir hoffen auf ein Wiedersehen 2011!

Hartwig von Coburg

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Abiturjahrgang 1944, Dahlemer Blätter 2010
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Klassentreffen

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